Kloster




Die Mönchszellen in St. Annen        

Die Mönchszellen im Dachstuhl aber haben die Jahrhunderte nahezu ungestört in ihrer originalen Bausubstanz von 1516 überstanden. Sie gehören zu den ältesten erhaltenen Mönchszellen im mitteldeutschen Raum. Der Übergang von der spätmittelalterlichen Frömmigkeitskultur zur reformatorischen Praxis spiegelt sich noch heute im Bauensemble von St. Annen – besonders in der 1513 begonnenen aber erst durch Gräfi n Margareta 1608 vollendeten Kirche. Ihre Renaissanceausstattung mit Kassettendecke, Kanzel und der berühmten Steinbilderbibel ist von großer Bedeutung. Dank umfangreicher archäologischer und bauhistorischer zwischen 2007 und 2017, bietet der Komplex von St. Annen nicht nur mit seinen authentischen Mönchszellen den Besuchern heute wieder einen unverbauten Blick auf seine spannende Geschichte.  

 

 

       Martin Luther und das Kloster St. Annen in Eisleben  

So wie die Geschichte der Augustiner ist auch das Schicksal von St. Annen in besonderer Weise mit dem Namen Martin Luthers verbunden. Schließlich war es Luther selbst, der als Provinzialvikar des Ordens 1515 den Aufbau des Klosters initiieren half und wenige Jahre später mit seinen reformatorischen Schriften wesentlich zu dessen Aufl ösung beitrug. Zuvor hatte Luther im Augustinerorden eine beispielhafte Karriere absolviert. 1512, nur sieben Jahre nach seinem Eintritt in den Konvent zu Erfurt, übernahm er die prestigeträchtige Wittenberger Ordensprofessur von seinem Mentor Johann von Staupitz (1465-1524). Im Mai 1515 bestimmte das Kapitel zu Gotha den 31jährigen Luther sogar zum stellvertretenden Aufseher über die sächsischthüringischen AugustinerKonvente. Er war damit in die obere Leitungsebene der deutschen AugustinerEremiten aufgerückt.

 

Kontakt St. Annen

Ev. Kirchengemeinde St. Annen
Annenkirchplatz 2
06295 Lutherstadt Eisleben
Telefon: 03475-604115
E-mail: st.annen-eisleben@freenet.de

Öffnungszeiten Gemeindebüro
Mo. – Mi.  8.00 Uhr bis 11.00 Uhr
Do. bis 14.00 Uhr
Fr. 8.00 Uhr -10.00 Uhr

Dank

Unser Dank gilt auch all jenen, die die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen und die Gestaltung der Ausstellung unterstützt haben.

Ausführung: Gesamtplanung und Bauleitung Architektur und Ingenieurbüro
Dipl.-Ing. Jörg Kowalski / Halle (Saale)
Restaurierung: Atelier für Konservierung und Restaurierung, Dipl.-Rest. Peter Schöne / Halle (Saale)
ARGE Dipl.- Rest. Kirsten Lauterwald / Leipzig und Dipl.-Rest. Dirk Knüpfer / Halle (Saale)
Dipl.-Rest. Christoph Reichenbach / Halle (Saale)
Ausstellung - Idee: Evangelische Kirchengemeinde St. Annen / Lutherstadt Eisleben,
Pfarrer Christoph Hellmich und Dr. Joachim Rost
Konzept und wissenschaftliche Projektleitung: Zentrum für Mittelalterausstellungen Magdeburg, Uta Siebrecht M.A.
Texte: Dr. Lothar Berndorff / Berlin, Pfarrer Christoph Hellmich / Lutherstadt Eisleben,
Reinhard Schmitt / Halle (Saale), Uta Siebrecht M.A. / Magdeburg
Übersetzung: Krister G. E. Johnson M.A. / Magdeburg, Dr. Martin Baumeister / Nürnberg
Gestaltung: Inside Grafik Axel Göhre / Halle (Saale)
Sprecher: Klaus Adolphi / Elben,  Benjamin Creutzfeldt / Washington, D.C., 
Vincent Göhre / Halle (Saale),  Ben Hamilton / Berlin, Karl-Fred Müller / Halle (Saale)
Musik: Klaus Adolphi und Kantor Thomas Piontek / Halle (Saale) und der Kammerchor Weißenfels
Animation: Klemens Müller / Leipzig

Förderer:

Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Deutsches Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes
Evangelischer Kirchenkreis Eisleben Sömmerda
Lotto – Toto Sachsen-Anhalt
Stadtumbau – Ost in der Lutherstadt Eisleben
Sparkasse Mansfeld-Südharz
Zentrum für Mittelalterausstellungen Magdeburg
Besonderer Dank:
Landesamt für Denkmalpfl ege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Lutherstadt Eisleben, Regionalgeschichtliche Sammlung und Stadtarchiv
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
und Kunstsammlungen der Erzabtei St. Peter, Salzburg

Bildnachweise: